Schuldenerlass für spanische Vereine?

13. März 2012
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Hilft jetzt die Regierung? Laut Sportminister Miguel Cardenal planen die spanischen Behörden, den Clubs der Primera Division große Teile ihrer Schulden zu erlassen. Auf diesem Wege möchte man zumindest Teilforderungen sichern. Insgesamt soll der Schuldenstand der spanischen Vereine bei etwa 1,3 Milliarden Euro liegen. Laut Cardenal, der sich gegenüber dem spanischen Sportmagazin „Marca“ zu der Thematik äußerte, soll es sich dabei vor allem um Steuer- und Sozialversicherungsschulden handeln.

Das Ziel sei es, die Schulden komplett zu löschen und dafür Sorge zu tragen, dass derartig hohe Verbindlichkeiten nicht mehr angesammelt werden. Anscheinend möchte Cardenal erreichen, dass die spanischen Vereine kurzfristig hohe Zahlungen in die Staatskassen leisten und eine Verpflichtung zur Einhaltung der Zahlungsbedingungen unterzeichnen. Im Gegenzug soll es zu einer Reduzierung der finanziellen Verbindlichkeiten kommen.

Aktuell ist Spanien dabei, Steuerforderungen einzutreiben, um den Sparhaushalt durchzusetzen und Finanzregelungen der Europäischen Union gerecht zu werden. Mit diesem Plan verfolgt man scheinbar das Ziel, dem Fiskus ein wenig unter die Arme zu greifen. In der Saison 2009/2010 betrugen die Gesamtschulden der 20 Primera Division-Teams nach einer Studie der Universität Barcelona übrigens etwa 3,48 Milliarden Euro.

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