Neuer Streik in der Primera Division droht

11. Februar 2012
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Bricht bald die Nachspielzeit an? Nachdem die Saison in der spanischen Primera Division erst mit einwöchiger Verspätung beginnen konnte, droht nun neues Ungemach in Sachen Spielerstreik: Der Ligaverband hat Gespräche mit der Spielergewerkschaft vorläufig abgebrochen. „Unnachgiebigkeit“ von Seiten der Gewerkschaft könnten schon bald weitere Behinderungen im Spielbetrieb nach sich ziehen.

Es droht Ungemach in der spanischen Primera Division: Der Fußball-Ligaverband LFP hat die Verhandlungen um eine einheitliche und faire Tarifordnung für die Gehälter der spanischen Profis vorläufig abgebrochen. Aufgrund von „Unnachgiebigkeit“ auf Seiten der Spielergewerkschaft könne man nicht zu Ergebnissen kommen. Die Verhandlungen waren aufgenommen worden, nachdem Anfang der Saison ausstehende Gehaltsforderungen mehrere Spieler gegenüber ihrer Clubs nicht beglichen wurden. Die Spielergewerkschaft setzte sich konsequent für die geschädigten Profis ein und ließ die Spieler nicht antreten. Über 200 Spieler seien damals betroffen gewesen, es ginge um rund 50 Millionen Euro. Der erste Spieltag der Primera Division wurde demnach nicht angepfiffen. Die Übergangsregelung sollte nun abgeschafft werden.

Von Seiten der Spielergewerkschaft gab es unterdessen Kritik an den abgebrochenen Verhandlungen. Man erklärte, dass weitere Verhandlungen möglich seien und man sich diesen nicht entgegenstellen wolle. Auf die Androhung eines weiteren Streiks verzichtete man allerdings zunächst. Die Spielergewerkschaft verfolgt die Idee, unabhängige Beobachter in Form von Mitgliedern des nationalen Fußball-Verbandes RFEF oder des Nationalen Olympischen Komitees einzusetzen. Ob die abgebrochenen Verhandlungen die Laufleistung der Spieler dennoch in Zukunft behindern wird, ist aktuell nicht abzusehen. Sollte es allerdings langfristig zu Diskrepanzen kommen, so ist ein erneuter Spielerstreik nicht auszuschließen.

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